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Wie man den richtigen T-Stück für Kupferrohre auswählt: Durchmesser 15, 22 und 28 mm

Wie man den richtigen T-Stück für Kupferrohre auswählt: Durchmesser 15, 22 und 28 mm

Ein T-Stück ist auf den ersten Blick eine einfache Formstück. Drei Halsweiten, ein Kupferstück, ein paar Sekunden Löten – und schon haben Sie eine Abzweigung im Rohrsystem. Trotzdem stoße ich bei Aufträgen sehr oft auf Fehler beim Kauf des T-Stücks, die dann Probleme verursachen: falscher Durchmesser, Verwechslung zwischen gleichem und reduziertem Stück oder schlichtweg ein T-Stück, das an die betreffende Stelle im System überhaupt nicht passt. Dieser Artikel ist daher dem grundlegendsten, aber oft unterschätzten Thema gewidmet: Wie wählt man das richtige T-Stück für Kupferrohre mit den Durchmessern 15, 22 und 28 mm aus?

Wir befassen uns nicht nur mit den Maßangaben, sondern auch damit, wo welcher Durchmesser in der Praxis eingesetzt wird, welche Kapazitätsbegrenzungen die einzelnen Größen haben und selbstverständlich – mit konkreten Produkten aus dem Sortiment von Hepworth, die diese Maße abdecken. Wenn Sie Informationen darüber suchen, was die einzelnen Zahlenangaben an T-Stücken bedeuten, empfehle ich Ihnen auch unseren Artikel Was bedeuten die Maße eines T-Stücks und wie liest man sie richtig?, in dem dieses Thema detailliert erläutert wird.

Warum ist die Auswahl des Durchmessers des T-Stücks überhaupt wichtig?

Wenn ich eine Heizungsverteilung entwerfe oder ein älteres System repariere, ist eine der ersten Dinge, die ich kläre, die hydraulische Ausgewogenheit. Das ist ein fancy Wort für eine einfache Sache: dass jeder Heizkörper genügend Wärme bekommt und die Pumpe nicht unnötig stark arbeitet. Und genau an dieser Stelle spielt das T-Stück eine Rolle – es ist die Stelle, an der der Mediumstrom aufgeteilt oder zusammengeführt wird – was bedeutet, dass sein Durchmesser den hydraulischen Widerstand an dieser Stelle entscheidend beeinflusst.

Ein zu kleines T-Stück in der Hauptleitung verursacht eine Engstelle – das Medium wird durch einen kleineren Querschnitt gedrückt, die Strömungsgeschwindigkeit steigt, der Widerstand steigt, die Pumpe arbeitet stärker und im System kann man Geräusche hören. Umgekehrt kann ein zu großes T-Stück in einer Abzweigung, wo ein schwacher Durchfluss vorliegt, zu einer schlechten Wärmeverteilung führen und dazu, dass die Luft an dieser Stelle nicht richtig entlüftet wird. Die Wahl des richtigen Durchmessers ist also nicht nur eine Frage des physischen „Passens“ des Formstücks an das Rohr – es ist eine hydraulische und betriebstechnische Entscheidung.

Einfluss des Durchmessers des T-Stücks auf den Durchfluss und den Widerstand 15 mm – kleiner Querschnitt 22 mm – mittlerer Querschnitt 28 mm – großer Querschnitt ▲ höherer Widerstand, höhere Geschwindigkeit → ausgewogener Widerstand ▼ geringerer Widerstand, geringere Geschwindigkeit Je größer der Durchmesser, desto geringer der hydraulische Widerstand bei gleichem Durchfluss

Durchmesser 15 mm: Wo finden Sie ihn und wo gehört er hin?

Die 15 mm Kupferrohre sind das absolute Grundgerüst der tschechischen und slowakischen Heizungsverteilungen. Sie stoßen sie überall dort an, wo eine Abzweigung zu einem einzelnen Heizkörper, eine Anschlussleitung zu einer Ventilsystem oder ein kurzer Abschnitt zwischen dem Sammler und dem ersten Heizkörper in einem kleinen Raum vorliegt. Es ist der dünnste, am häufigsten verwendete Durchmesser in der Zentralheizung, und genau deshalb ist er auch der am weitesten verbreitete.

In der Praxis sieht das so aus: Die Hauptleitung der Heizkreisverteilung verläuft in 22 mm, doch an jedem Punkt, an dem Sie eine Abzweigung in Richtung Heizkörper machen möchten, benötigen Sie ein T-Stück. Wenn der Heizkörper über eine 15 mm Rohrleitung angeschlossen ist, benötigen Sie entweder ein gleiches T-Stück 15 × 15 × 15 oder ein reduziertes T-Stück mit größeren Halsweiten an der Hauptleitung und einer kleineren an der Abzweigung. Über gleich und reduzierte T-Stücke spreche ich ausführlicher im Artikel Gleiches vs. reduziertes T-Stück: Wann welcher Typ verwendet wird, doch grundsätzlich gilt: Wenn Ihr gesamtes Verteilsystem in 15 mm verläuft (z. B. ein Einrohrsystem oder eine kleine Wohnung), ist ein gleiches T-Stück 15 × 15 × 15 das, was Sie suchen.

Durchflussgrenzen für 15 mm: Bei normalen Heizsystemen mit einer Temperaturdifferenz von 10 °C kann man durch eine 15 mm Rohrleitung einen Durchfluss von ca. 0,3–0,4 l/s leiten, was einem Leistungsbereich von ca. 12–17 kW entspricht. Das ist mehr als genug für einen normalen Heizkörper (600–2 000 W), doch für die gesamte Haushaltsheizung ist das knapp. Deshalb sieht man 15 mm meist nur an den letzten Verzweigungen, nicht an den Hauptleitungen.

Typische Szenarien für T-Stück 15 mm

  • Abzweigung zu einem einzelnen Heizkörper in einer Wohnung oder einem Einfamilienhaus
  • Anschluss an einen Badezimmer-Badheizkörper
  • Anschluss an einen Thermostat oder Regelventil bei geringen Durchflüssen
  • Gesamte Verteilung in kleinen Neubauten mit Fußbodenheizung auf kleiner Fläche (heute wird hier jedoch meist Kunststoffrohr verwendet)
  • Reparatur und Ergänzung eines bestehenden Verteilsystems, das komplett in 15 mm verläuft

Durchmesser 22 mm: Der Workhorse der slowakischen Heizung

Wenn 15 mm die letzte Abzweigung ist, ist 22 mm die Rückgrat der meisten Heizsysteme in Einfamilienhäusern. Diesen Durchmesser finden Sie an den Hauptverteilungen, an der Leitung vom Heizkessel zum Heizkreisverteiler, zwischen den Stockwerken und überall dort, wo Wärmeleistung im Bereich mehrerer zehn Kilowatt übertragen werden muss.

In der Praxis: Bei der Sanierung älterer Heizräume stoße ich sehr oft auf Verteilungen in 22 mm, an die eine weitere Abzweigung eingefügt werden muss – beispielsweise wenn ein neuer Raum hinzugefügt wird, das System um einen Badezimmer-Heizkörper erweitert wird oder die Rohrtrasse umgelegt wird. In solchen Fällen ist das T-Stück 22 × 22 × 22 die am häufigsten verwendete Formstück.

Hydraulisch: Durch eine 22 mm Rohrleitung kann man bei normaler Heizung einen Durchfluss im Bereich von 0,5–0,8 l/s leiten, was eine Wärmleistung von 20–35 kW bei einer Differenz von 10 °C abdeckt. Das ist ein ganz normaler Einfamilienhaushalt mit einem Heizkessel im Bereich von 20–25 kW. Deshalb ergibt es Sinn, 22 mm als Hauptleitung für Häuser mit einer Grundfläche von ca. 100–200 m² zu verwenden.

Typische Anschaltung des T-Stücks 22 mm in der Verteilung des Hauses Hauptleitung 22 mm (Zufuhr) T-Stück 22×22×22 Abzweigung 22 mm → Reduktion auf 15 mm → Heizkörper oder Verteiler → →

Wann ist das gleichmäßige T-Stück 22 × 22 × 22 die richtige Wahl

Ein gleichmäßiges T-Stück in 22 mm ist die richtige Wahl, wenn:

  • Sie eine Abzweigung in die Hauptleitung 22 mm einfügen und die Abzweigung ebenfalls in 22 mm verläuft (z. B. in Richtung Verteiler oder größeren Kreis)
  • Sie zwei Zweige gleichen Durchmessers in einen gemeinsamen Ausgang verbinden
  • Es sich um eine Stelle handelt, an der der Durchfluss in zwei vergleichbar große Teile aufgeteilt wird
  • Das System keine thermostatische Regelung hat und keine hydraulische Ungleichgewichte vorliegen, die durch eine Reduktion behoben werden müssten

Wenn Sie jedoch von einem 22 mm Strang abzweigen, der zu einem einzelnen Heizkörper führt, der mit einer 15 mm Rohrleitung versorgt wird, dient wahrscheinlich ein reduzierter T-Stück 22 × 22 × 15 besser – der Hauptstrang bleibt ein vollwertiger 22 mm und die Abzweigung ist korrekt dimensioniert. Dieser Aspekt geht jedoch über den Rahmen dieses Artikels hinaus; detaillierte Informationen finden Sie im Thema Gleiche vs. reduzierte T-Stücke: Wann welcher Typ verwendet wird.

28 mm Durchmesser: Leistungsstarke Verteiler und größere Gebäude

Ein 25-millimeter-Kupferrohr kommt in normalen Einfamilienhäusern seltener vor, wo es jedoch vorkommt, ist seine Funktion klar: ein Hauptstrang mit hoher Wärmleistung. Typischerweise handelt es sich um:

  • Heizräume in Gebäuden mit Kesselleistung über 35 kW
  • Primärkreis einer Wärmepumpe oder Heizraum in Zweifamilienhäusern
  • Größere industrielle und halb-industrielle Gebäude mit zentraler Heizung
  • Anschlüsse an große Tageswarmwasser-Speicher
  • Horizontale Verteiler in Mehrfamilienhäusern zwischen den Wohnungsknoten

Aus hydraulischer Sicht: Durch ein 28 mm Rohr können Sie bei einer Temperaturdifferenz von 10 °C einen Durchfluss von 1,2–1,5 l/s leiten, was einer Wärmleistung von 50–60 kW entspricht. Dies deckt einen großen Einfamilienhaus, ein kleineres multifunktionalen Gebäude oder ein älteres Mehrfamilienhaus mit zentraler Wärmequelle ab.

Bei Aufträgen mit 28 mm stoße ich vor allem bei der Sanierung von Heizräumen auf sie, wo ein alter Gusskessel gegen einen neuen Brennwertkessel oder eine Wärmepumpe ausgetauscht wird. In diesem Fall ist es notwendig, irgendwo im Primärkreis eine Abzweigung vorzunehmen – z. B. für einen hydraulischen Ausgleich, für einen Tageswarmwasser-Kreislauf oder für eine eventuelle Ausdehnungsgefäß. Und genau hier kommt das T-Stück 28 × 28 × 28 zum Einsatz.

Vergleich der Rohrquerschnitte 15 / 22 / 28 mm 15 mm S = 177 mm² bis ~17 kW 22 mm S = 380 mm² bis ~35 kW 28 mm S = 616 mm² bis ~60 kW Innerer Durchmesser (wahre Werte für Cu-Rohre gemäß EN 1057)

Wie man den bestehenden Rohrdurchmesser vor dem Kauf eines T-Stücks ermittelt

Dies ist in der Praxis eine sehr wichtige Frage, da viele Leute unsicher sind, welchen Durchmesser ihr Rohr hat. Der äußere Durchmesser eines Kupferrohrs unterscheidet sich vom inneren, und wenn man das verwechselt, kann man ein Fitting erwerben, das nicht passt.

Für Kupferrohre gilt die europäische Norm EN 1057, nach der die Rohre nach ihrem äußeren Durchmesser bezeichnet werden. Wenn wir also von einer „15 mm Rohr“ sprechen, meinen wir ein Rohr mit einem äußeren Durchmesser von 15 mm, wobei der innere Durchmesser je nach Wandstärke (typischerweise 0,7–1,0 mm) etwa 13–13,6 mm beträgt. Ebenso hat eine „22 mm Rohr“ einen äußeren Durchmesser von 22 mm und einen inneren von ca. 20 mm, und eine „28 mm Rohr“ hat einen äußeren Durchmesser von 28 mm und einen inneren von ca. 26 mm.

Praktischer Leitfaden zur Messung: Legen Sie ein Maßband oder ein Messschraubstock an das äußere Rohr an und messen Sie den äußeren Durchmesser. Wenn Sie kein Messgerät haben, können Sie das Rohr mit einem Faden umwickeln und den Umfang messen. Der Umfang einer 15 mm Rohr beträgt ca. 47 mm, einer 22 mm Rohr ca. 69 mm, einer 28 mm Rohr ca. 88 mm. Aus dem Umfang lässt sich leicht der Durchmesser berechnen (d = Umfang / π).

Achtung vor der Verwechslung mit Zollmaßen! Ältere Stahlrohre, Gewindefittings und einige Heizkörperanschlüsse sind in Zollmaßen (½", ¾", 1"). Diese Rohre haben andere äußere Durchmesser als die EN-Kupferrohre, und Hepworth-T-Stücke für Kupferrohre lassen sich nicht einfach über sie stülpen. Wenn Sie in Ihrem Haus ein gemischtes System (Kupfer- und Stahlrohre) haben, benötigen Sie Übergangsfittings.

Material- und konstruktive Eigenschaften der Hepworth-T-Stücke

Die T-Stücke im Sortiment von atria.sk stammen aus der Reihe Hepworth – ein renommierter britischer Hersteller von Kupferinstallationstechnik, der seit Jahrzehnten am Markt aktiv ist. Ihre Fittings werden aus phosphor-deoxidiertem Kupfer (Cu-DHP, Bezeichnung R 220 gemäß EN 1173) hergestellt, was der Standard für lötbarer Fittings ist. Dieses Kupfer hat einen minimalen Sauerstoffgehalt, was die Porosität von Lötstellen verhindert.

Alle drei Durchmesser – 15, 22 und 28 mm – sind für einen Betriebsdruck von mindestens 16 bar bei Temperaturen bis 110 °C dimensioniert, was die Anforderungen an die zentrale Heizung locker abdeckt (typischer Betriebsdruck 1,5–3 bar, maximale Temperatur 90 °C bei Kesseln). Für Brennwertkessel und Wärmepumpen sind diese Werte noch komfortabler, da moderne Systeme bei noch niedrigeren Temperaturen arbeiten (40–60 °C bei Fußbodenheizung).

Das Lötverfahren erfolgt mit Hart- oder Weichlot. Hepworth-Fittings sind primär für Weichlötung mit Lot Sn97Cu3 oder ähnlichen bleifreien Lötmaterialien vorgesehen (seit 2006 ist Blei in der Installations-Technik durch die europäische RoHS-Richtlinie verboten). Für Trinkwasser gilt ein spezieller Modus, aber für Heizungsleitungen sind bleifreie Lote absolut Standard. Weitere Informationen zum Lötverfahren finden Sie im Artikel Montage eines T-Stücks an ein Kupferrohr: Lötverfahren Schritt für Schritt.

Was beeinflusst die Auswahl des Durchmessers in der Praxis: Berechnung und Regeln

Die Auswahl des Durchmessers eines T-Stücks ist nicht nur eine Frage „welchen Durchmesser hat mein Rohr“ – es ist Teil der hydraulischen Planung des Systems. Für Handwerker und Heimwerker gelten folgende praktische Regeln, die auf Erfahrungen aus Dutzenden von Projekten basieren:

Regel 1: Das T-Stück muss den gleichen Durchmesser haben wie das Rohr, in das es eingebaut wird

Dies klingt trivial, aber in der Praxis kommt es vor, dass Leute ein T-Stück in 22 mm kaufen, obwohl sie zu Hause ein Rohr in 28 mm haben – nur weil sie die Maße nicht überprüft haben. Messen Sie immer den äußeren Durchmesser des bestehenden Rohrs mit einem Maßband vor dem Kauf.

Regel 2: Der Hauptstrang sollte nicht über das T-Stück den Durchmesser wechseln

Wenn Sie einen Hauptstrang in 22 mm haben und eine Abzweigung zu einem Heizkörper benötigen, sollte der Hauptstrang weiterhin in 22 mm verlaufen. Eine Reduzierung des Durchmessers im Hauptstrang ist eine hydraulische Fehlplanung – sie erhöht den Widerstand und kann andere Zweige abschneiden. Ein reduziertes T-Stück (z. B. 22 × 22 × 15) ist die richtige Wahl, weil die Hauptmündungen weiterhin 22 mm bleiben und nur die Abzweigung auf 15 mm reduziert wird.

Regel 3: Der Durchmesser der Abzweigung hängt von der Leistung der abgezweigten Zweigleitung ab

Einfach ausgedrückt: Wenn die Abzweigung 1–2 Heizkörper mit einer Gesamtleistung von bis zu 3–4 kW versorgen soll, reicht eine 15 mm Abzweigung. Wenn sie einen ganzen Kreis (z. B. ein Stockwerk mit 5–8 kW) versorgen soll, verwenden Sie eine 22 mm Abzweigung. Wenn es sich um den Primärkreis einer Wärmepumpe mit einer Leistung von 10+ kW bei niedrigen Temperaturen handelt, erwägen Sie 28 mm.

Regel 4: Denken Sie an die Zukunft

Sehr häufig bei Aufträgen: Der Kunde möchte sparen und legt 15 mm an, wo eigentlich 22 mm notwendig wären – „immerhin reicht es jetzt“. In zwei Jahren möchte er einen weiteren Heizkörper anschließen oder den Kessel gegen einen größeren austauschen und stellt fest, dass der gesamte Verteiler umgebaut werden muss. Kupfer ist ein langlebiges Material (Lebensdauer 50+ Jahre), daher lohnt sich die Investition in den richtigen Durchmesser von Anfang an immer.

Entscheidungsdiagramm: Welchen Durchmesser T-Stück wählen? Welche Leistung hat der Zweig? bis 15 kW? JA 15 mm NEIN bis 35 kW? JA 22 mm NEIN 28 mm Einfaches Entscheidungsdiagramm für die Durchmesserauswahl

Kombinieren verschiedener Durchmesser in einem System

Ein realer Heizungssystem in einem Einfamilienhaus enthält in der Regel alle drei Durchmesser. Eine typische Schaltung sieht so aus: vom Heizkessel führt der Primärkreis in 28 mm zum hydraulischen Ausgleich (hydraulische Sicherheit). Vom hydraulischen Ausgleich geht der Sekundärkreis in 22 mm aus, der den Hauptzweig im Haus bildet. Aus diesem Hauptzweig gehen Verzweigungen in 15 mm zu den einzelnen Heizkörpern.

An jedem Verzweigungspunkt ist ein T-Stück. Beim Übergang von 28 mm auf 22 mm (z. B. beim Heizkreisverteiler) wird ein reduziertes T-Stück oder eine Kombination aus T-Stück und Reduzierung verwendet. Beim Übergang von 22 mm auf 15 mm (bei der Heizkörperverzweigung) wird in der Regel ebenfalls ein reduziertes T-Stück 22 × 22 × 15 oder 22 × 15 × 15 verwendet. Und dort, wo das gesamte System im gleichen Durchmesser ist – z. B. zwei Zweige 22 mm, die sich zu einem verbinden – kommt das gleiche T-Stück zum Einsatz, wie z. B. T-Stück 22 × 22 × 22.

Falls Sie an einem bestehenden Leitungsnetz arbeiten und einen neuen Heizkörper oder sogar eine ganze neue Zweigleitung hinzufügen müssen, empfehle ich Ihnen, zunächst eine Schaltung des gesamten Systems mit dem Durchmesser jedes Abschnitts zu zeichnen und dann zu entscheiden, wo genau Sie das T-Stück einsetzen und welchen Durchmesser Sie benötigen. Sie sparen sich viel Arbeit, wenn Sie das vor dem Schneiden der Rohre durchdenken.

Häufige Fehler bei der Auswahl des T-Stücks nach Durchmesser

Im Laufe der Jahre, in denen ich mit Kunden gearbeitet und Montagen durchgeführt habe, habe ich mehrere typische Fehler gesehen, die sich bei der Auswahl von T-Stücken wiederholen. Hier sind die häufigsten:

  • Messen des Innendurchmessers statt des Außendurchmessers: Der Kunde misst den Innendurchmesser des Rohres (z. B. 20 mm) und kauft ein T-Stück 20 mm – das existiert natürlich nicht und passt nicht. Immer den Außendurchmesser messen.
  • Verwechseln mit Zollmaßen: Der Kunde hat ein altes Stahlrohr 3/4" (Außendurchmesser 26,4 mm) und kauft ein T-Stück 28 mm – das passt nicht auf das Rohr und lässt sich nicht anbringen.
  • Kauf eines gleichmäßigen T-Stücks anstelle eines reduzierten: Der Kunde verzweigt von einem 22 mm Hauptzweig in eine 15 mm Heizkörperanschlussleitung und kauft ein gleichmäßiges T-Stück 22 × 22 × 22 – an der Verzweigung muss er dann noch eine Reduzierung einbauen, was überflüssiges Formstück und zusätzliche Verbindung ist.
  • Ignorieren der Strömungsrichtung: Ein T-Stück ist eine symmetrische Form, aber im System ergibt es Sinn, es so auszurichten, dass die Strömung im Hauptzweig so flüssig wie möglich ist. Wenn Sie das T-Stück „rückwärts“ einbauen (die Zufuhr kommt durch das senkrechte Halsstück), ist der hydraulische Widerstand höher.
  • Zu kleines T-Stück im Hauptzweig: Der Kunde hat einen 28 mm Hauptzweig, aber an einer Stelle setzt er ein 22 mm T-Stück mit Reduzierung ein – er schafft so eine Engstelle, die den Durchfluss im gesamten System begrenzt.

Weitere Informationen zu diesen Fehlern und deren Lösungen finden Sie im Artikel Häufige Fehler bei der Montage von T-Stücken und wie man ihnen ausweicht.

Druckbeständigkeit und Sicherheit: warum der Durchmesser mit der Sicherheit zusammenhängt

Ein weiterer Punkt, der bei der Auswahl des Durchmessers des T-Stücks manchmal übersehen wird: die Wanddicke und die Druckbeständigkeit. Bei Kupferrohren nach EN 1057 gilt, dass mit zunehmendem Durchmesser sich in der Regel auch die Wanddicke verändert. Die übliche Wanddicke beträgt 0,7 mm bei Durchmessern 15 und 22 mm und 0,9 mm bei 28 mm (bei der harten Reihe R250). Bei der weichen Reihe R220 sind die Wände dicker.

Die Formstücke Hepworth sind so konzipiert, dass sie für beide Rohrarten ausreichend Reserve haben. Beim Lötung gilt jedoch, dass je größer der Durchmesser, desto länger die Erhitzungszeit und desto größer die Fläche, die korrekt verzinnt werden muss. Ein falsch gelötetes größeres Rohr (28 mm) ist viel gefährlicher als bei 15 mm, denn ein Leck bei höherem Durchfluss bedeutet einen größeren Verlust. Deshalb empfehle ich, bei 28 mm die Arbeit einem erfahrenen Installateur anvertrauen, wenn Sie nicht genug Praxis im Lötung von größeren Durchmessern haben.

Preisübersicht: lohnt es sich, beim Durchmesser zu sparen?

Der Preis der T-Stücke steigt mit dem Durchmesser, was logisch ist – mehr Material, höhere Fertigungskosten. Ein T-Stück 15 × 15 × 15 ist günstiger als ein T-Stück 22 × 22 × 22, und dieses wiederum günstiger als 28 × 28 × 28. Trotzdem gilt, dass beim Durchmesser zu sparen sich nicht lohnt. Der Preis des Formstücks ist nur ein Bruchteil der Gesamtkosten der Montage. Wenn Sie einen zu kleinen Durchmesser wählen, verbringen Sie Stunden zusätzlich entweder mit der Reparatur oder mit der Lösung hydraulischer Probleme (ungleichgewichtiges System, laute Leitungen, kalte Heizkörper). Und das ist viel teurer als der Preisunterschied zwischen einem 15 mm und einem 22 mm T-Stück.

Andererseits ist ein zu großes T-Stück ebenfalls sinnlos. Ein 28 mm T-Stück an einer Verzweigung zu einem einzelnen Heizkörper ist eine Verschwendung, und bei geringen Durchflüssen in dieser Zweigleitung können Sie Probleme mit der Entlüftung haben. Der richtige Durchmesser ist immer der, der den hydraulischen Anforderungen des Abschnitts entspricht – nicht größer, nicht kleiner.

Übersichtstabelle: Durchmesser des T-Stücks und typische Anwendung

Durchmesser des T-Stücks Typische Leistung der Zweigleitung Typische Anwendung Produkt
15 × 15 × 15 bis 15–17 kW Verzweigung zum Heizkörper, kleiner Hauszweig T-Stück 15 × 15 × 15
22 × 22 × 22 bis 35 kW Hauptzweig im Einfamilienhaus, Zweig zum Kreis T-Stück 22 × 22 × 22
28 × 28 × 28 bis 60 kW Primärkreis, größere Objekte, Heizräume T-Stück 28 × 28 × 28

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie erkenne ich, ob ich ein T-Stück 15 oder 22 mm benötige, wenn ich den Durchmesser meines Rohres nicht kenne?

Die verlässlichste Methode ist das Maßband – Sie legen es an das Rohr an und messen den Außendurchmesser. Wenn Sie kein Maßband haben, können Sie das Rohr mit einem Faden umwickeln, die Länge des Fadens messen und durch 3,14 teilen – so erhalten Sie den Außendurchmesser. Ein Kupferrohr 15 mm hat einen Umfang von ca. 47 mm, ein Rohr 22 mm ca. 69 mm und ein Rohr 28 mm ca. 88 mm. Wenn Sie sich immer noch unsicher sind, bringen Sie einen Rohrstück (mindestens 10 cm) in den Laden und vergleichen Sie es physisch mit den Formstücken.

Kann ich ein T-Stück 22 mm auf ein Rohr 15 mm setzen, wenn ich Dichtmasse oder Hanf verwenden?

Nein, das ist absolut falsch und gefährlich. Formstücke für Kupferrohre werden ausschließlich gelötet – das Halsstück des Formstücks muss exakt auf den Außendurchmesser des Rohres passen mit einer Toleranz von ca. 0,1–0,2 mm. Dichtmasse oder Hanf lassen sich beim Weichlöten nicht einsetzen, die Verbindung wäre undicht und mechanisch unzuverlässig. Immer das T-Stück des richtigen Durchmessers verwenden.

Lohnt es sich, mehrere T-Stücke auf Vorrat zu kaufen, wenn ich eine größere Sanierung durchführe?

Absolut ja – besonders T-Stücke 15 × 15 × 15 und 22 × 22 × 22 verbraucht man in Aufträgen in großer Menge und ihr Preis ist angenehm. Bei einer größeren Sanierung ist es üblich, dass sich der Plan leicht ändert und man feststellt, dass man ein oder zwei T-Stücke mehr braucht, als geplant. Eine Vorratsreserve spart eine weitere Fahrt zum Laden und überflüssige Pausen in der Arbeit.

Kann ich T-Stücke Hepworth mit Formstücken anderer Marken im gleichen System kombinieren?

Ja, vorausgesetzt beide Hersteller produzieren Formstücke nach der Norm EN 1254-1 (lötbare Kupferformstücke). Die Durchmesser sind standardisiert, also sind Formstücke verschiedener Hersteller aus dimensionsmäßiger Sicht kompatibel. Wichtig ist, dass das Lötung korrekt durchgeführt wird – das Material des Formstücks (Cu-DHP) und die Arbeitsweise sind gleich, unabhängig von der Marke.

Was ist der Unterschied zwischen einem T-Stück und einem Y-Stück (Abzweig)? Ist es egal, welches ich verwende?

Beim T-Stück ist der Abzweig rechtwinklig (90°) zum Hauptrohr, beim Y-Stück ist der Abzweig unter einem kleineren Winkel (meist 45°) eingearbeitet. Hydraulisch gesehen ist das Y-Stück geringfügig vorteilhafter bei der Verbindung von zwei Strömen (geringerer Strömungswiderstand), doch bei der normalen Heizung ist der Unterschied minimal. T-Stücke sind um vieles verbreiteter, günstiger und leichter erhältlich. Für die meisten Heizungsleitungen sind T-Stücke die ideale Wahl.

Was, wenn ich ein T-Stück mit unterschiedlichen Durchmessern an jedem Anschluss benötige – z. B. 22 × 15 × 22 oder 28 × 22 × 15?

Diese Kombinationen werden entweder durch reduzierte T-Stücke oder durch Kombination eines gleichmäßigen T-Stücks mit einer Reduziermuffe gelöst. In unserem Sortiment von Hepworth finden Sie neben gleichmäßigen T-Stücken auch verschiedene reduzierte Varianten. Wenn Sie genaue Bezeichnungen und Auswahlkriterien für reduzierte T-Stücke suchen, lesen Sie unseren Artikel Gleichmäßiges vs. reduziertes T-Stück: Wann welcher Typ verwendet wird, in dem alle Kombinationen inklusive praktischer Beispiele erläutert werden.

Fazit: Der richtige Durchmesser ist die Grundlage eines funktionierenden Verteilers

Die Wahl des richtigen T-Stücks ist keine Raketenwissenschaft, erfordert aber zumindest grundlegende Kenntnisse darüber, was im System fließt und wie viel Energie übertragen wird. Die Durchmesser 15, 22 und 28 mm decken praktisch den gesamten Bereich der normalen Haushalts- und kleineren gewerblichen Heizungen ab, wobei jeder Durchmesser seine eigene Rolle in der hydraulischen Schaltung spielt. Die 15er ist für die letzten Abzweige und kleinen Zweige, die 22er ist das Herzstück des Einfamilienhauses, und die 28er stellt die Kapazität dort sicher, wo wirklich viel Wärme fließt.

Bevor Sie etwas kaufen, messen Sie den Außendurchmesser der bestehenden Rohre, überlegen Sie, welche Leistung die jeweilige Leitung übertragen muss, und wählen Sie das T-Stück so, dass der Durchmesser der hydraulischen Anforderung entspricht – nicht um eine Nummer größer, nicht um eine Nummer kleiner. Wenn Sie unsicher sind, finden Sie weitere Informationen in anderen Artikeln unseres Wissenszentrums, beispielsweise in der Thematik Wie man mit einem T-Stück das Heizrohr ohne Druckverlust aufteilt oder Leckage am T-Stück im Heizkreis: Ursachen und Lösungen. Eine Übersicht über alle verfügbaren T-Stücke von Hepworth finden Sie in der Kategorie T-Stücke.

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