Innen- vs. Außengewinde: Welcher Übergangstyp wird benötigt
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Inneres Gewinde vs. äußeres Gewinde: Welcher Übergangstyp tatsächlich benötigt wird
Eine der häufigsten Quellen für Verwirrung beim Kauf von Heizungs-Fittings ist die Frage des Gewindes. Der Kunde steht vor der Wahl und weiß nicht, ob sein Bogen, Ventil oder Gerät ein inneres oder äußeres Gewinde hat – und was der Fitting auf der anderen Seite also haben muss. Ein falsch getroffener Kauf ist nicht nur zeitverlierend; im schlimmsten Fall bedeutet es einen zerlegten Leitungsverlauf, den Rückweg in den Laden und unnötige Kosten. Dieser Artikel gibt Ihnen eine solide Grundlage, um das Gewinde korrekt zu identifizieren, den richtigen Übergangstyp auszuwählen und die gängigen Fehler zu vermeiden, die wir in der Praxis wöchentlich sehen.
Grundlegende Begriffe: Was ist ein Gewinde und warum ist der Typ wichtig
Ein Gewinde ist eine spiralförmig geformte Profilierung, die auf die Oberfläche von Rohr, Fitting oder Gewindeelement eines Geräts gefräst oder gewalzt wird. Seine primäre Funktion ist die mechanische Verbindung zweier Elemente und gleichzeitig – in Kombination mit der Dichtung – die dichte Dichtung der Verbindung, sodass weder Medium (Wasser, Glykolgemisch usw.) austritt noch Druck verloren geht.
Beim Kauf einer Verbindung oder eines Übergangs reicht es nicht aus, nur den Rohrdurchmesser zu kennen. Ebenso wichtig sind drei weitere Parameter:
- Gewindetyp – inneres (IG, internal, female) oder äußeres (AG, external, male)
- Gewindesystem – BSP (britischer Rohrgewindestandard G, am weitesten verbreitet in europäischen Heizsystemen) vs. NPT (amerikanisch, hier selten) vs. metrisch (M)
- Gewindemaß – wird in Zoll angegeben (1/2", 3/4", 1") und entspricht dem Nenndurchmesser, nicht dem tatsächlichen gemessenen Durchmesser des Gewindes
Bei den Heizsystemen HEPWORTH, mit denen wir in dieser Kategorie arbeiten, handelt es sich fast ausschließlich um BSP-Gewinde (G). Wenn Sie an einem Gerät die Bezeichnung G 1/2 oder R 1/2 sehen, handelt es sich genau um diesen Typ. Übersicht der Gewindetypen: R bezeichnet ein äußeres konisches Gewinde, Rc ein inneres konisches, G ein äußeres zylindrisches, Rp ein inneres zylindrisches – in der Heizungspraxis begegnen Sie vor allem G (zylindrisch) bei Verbindungen und Übergängen.
Wie Sie zuverlässig inneres und äußeres Gewinde vor Ort erkennen
Die Identifizierung des Gewindes ist keine Wissenschaft, aber wenn Sie es zum ersten Mal machen, kann es etwas verwirrend sein. Hier ist ein praktischer Ablauf, den ich jedem empfehle, der eine Verbindung oder einen Übergang kaufen möchte:
Visuelle Kontrolle
Sie schauen auf das Ende des Rohres, Ventils oder Geräts. Wenn Sie die Gewindezüge (Spirale) auf dem äußeren Umfang des Rohres oder Knicks sehen – haben Sie ein äußeres Gewinde (AG, male, extern). Wenn das Gewinde „ins Innere verschwindet“ und Sie sich fast in das Loch hineinsehen müssen, um es zu erkennen – handelt es sich um ein inneres Gewinde (IG, female, intern).
Prüfung mit dem Tastsinn
Legen Sie den Finger an das Ende des Fittings. Ein äußeres Gewinde ist „scharf“ – Sie spüren das spiralförmige Profil auf der Oberfläche. Ein inneres Gewinde ist „glatt“ an der Außenseite, da es im Inneren versteckt ist. Wenn Sie den Finger hineinstecken, spüren Sie es dort.
Prinzip der Wechselwirkung
Ein äußeres Gewinde wird IMMER in ein inneres Gewinde geschraubt. Niemals ein äußeres in ein äußeres oder ein inneres in ein inneres – das passt einfach nicht. Dieses Prinzip ist das gleiche wie bei Schraube und Mutter: Die Schraube hat ein äußeres Gewinde, die Mutter ein inneres.
Messung als Kontrolle
Falls Sie immer noch unsicher sind, verwenden Sie ein Maßband. Bei einem äußeren Gewinde messen Sie den äußeren Durchmesser der gewindebehafteten Stelle (z. B. ca. 20,9 mm bei 1/2" BSP). Bei einem inneren Gewinde messen Sie den Lochdurchmesser (ebenfalls ca. 20,9 mm bei 1/2" BSP). Beide entsprechen also dem gleichen Nenndurchmesser 1/2" – was bestätigt, dass sie zueinander passen. Ausführlichere Tabellen finden Sie im Artikel Maße von Verbindungen mit Gewinde: Wie man den Rohrdurchmesser korrekt misst.
Verbindungsstück mit Kompression vs. gerader Übertritt: Wann welcher Anschluss genutzt wird
In dieser Kategorie begegnen Ihnen zwei grundlegende Arten von Anschlussstücken. Um zu verstehen, welcher Gewindeanschluss Sie benötigen, ist es zunächst wichtig zu begreifen, was jeder dieser Bauteile leistet. Eine detaillierte Erläuterung finden Sie auch im Artikel Unterschied zwischen Verbindungsstück mit Kompression und geradem Übertritt. Hier konzentrieren wir uns auf den Aspekt des Gewindes.
Verbindungsstück mit Kompression (compression fitting)
Ein Verbindungsstück mit Kompression dient dazu, Kupferrohre (oder andere kompatible Rohre) mit Gewindearmaturen zu verbinden. Es funktioniert nach dem Prinzip der Kompressionsmutter – in einen Anschluss schieben Sie das Rohr ein, ziehen die Mutter an, und die Mutter bildet eine dichte Verbindung ohne Lötung. Auf der anderen Seite besitzt das Verbindungsstück ein Gewinde – und genau hier stellt sich die Frage: innen- oder außenliegend?
Ein Verbindungsstück mit Kompression 1/2" x 15 (für 15 mm Kupferrohr) besitzt auf der Gewindeseite ein innenliegendes BSP-Gewinde G 1/2". Das bedeutet, dass das Gerät, an das Sie es anschließen (Heizkörerventil, Umwälzpumpe, Ausdehnungsgefäß), ein außenliegendes Gewinde G 1/2" besitzen muss. Wenn Sie unsicher sind, werfen Sie einen Blick auf das Verbindungsstück mit Kompression 1/2" x 15 – im Produktkatalog ist der Gewindetyp klar angegeben.
Dasselbe gilt für das Verbindungsstück mit Kompression 3/4" x 15 – die Abhängigkeit ist identisch: eine Seite ist kompressionstechnisch (15 mm), die andere Seite besitzt ein innenliegendes BSP-Gewinde G 3/4".
Gerader Übertritt mit Gewinde
Ein gerader Übertritt ist ein Fitting, der auf einer Seite wiederum eine Kompressionsverbindung für das Rohr nutzt und auf der anderen Seite ein Gewinde besitzt – hier stoßen Sie jedoch auch auf eine Variante, bei der das Gewinde innenliegend „von der Rohrseite“ ist. Mit anderen Worten, der Übertritt ermöglicht es Ihnen, ein Rohr an ein Gerät mit umgekehrter Gewindeausrichtung anzuschließen, was eine normale Verbindung nicht leisten könnte.
Gerader Übertritt 1/2" x 15, Gewinde innenliegend ist ein typisches Beispiel: auf einer Seite Kompressionsanschluss für 15 mm Rohr, auf der anderen Seite innenliegendes Gewinde G 1/2". Dieser Fitting wird beispielsweise dort eingesetzt, wo Ihr Ausgang an der Wand oder an einem Gerät ein außenliegendes Gewinde G 1/2" besitzt – der Übertritt nimmt es auf und ermöglicht gleichzeitig die Anschlussverbindung an ein Kupferrohr ohne Lötung.
Für größere Durchmesser dient Gerader Übertritt 3/4" x 22, Gewinde innenliegend – dasselbe Prinzip, jedoch für 22 mm Rohr und Gewinde G 3/4".
Typische Praxisfälle: Wann innenliegendes und wann außenliegendes Gewinde benötigt wird
In der Praxis wiederholen sich immer wieder ähnliche Konfigurationen. Die folgenden Szenarien helfen Ihnen, sich rasch zu orientieren, ohne in die Theorie eintauchen zu müssen.
Szenario 1: Anschluss eines Thermostats
Sie besitzen einen Heizkörper, an den Sie einen thermostatischen Ventil montieren möchten. Der thermostatische Ventil besitzt auf der Eingangsseite ein außenliegendes Gewinde G 1/2" (Standard für diesen Typ). Ihr Rohr ist ein 15 mm Kupferrohr. Sie benötigen also ein Fitting, das auf einer Seite das 15 mm Rohr kompressionstechnisch fixiert und auf der anderen Seite ein innenliegendes Gewinde G 1/2" besitzt, um es an das außenliegende Gewinde des Ventils anzuschließen. Richtig gewählt: Verbindungsstück mit Kompression 1/2" x 15 oder Gerader Übertritt 1/2" x 15, Gewinde innenliegend.
Szenario 2: Anschluss einer Umwälzpumpe
Die Umwälzpumpe (z. B. Grundfos UPS oder vergleichbar) besitzt auf der Eingangs- und Ausgangsseite ein innenliegendes Gewinde G 1 1/2" oder G 1". Sie verbinden ein 22 mm Kupferrohr. Hier benötigen Sie eine Reduzierung mit außenliegendem Gewinde auf der Seite der Pumpe und einer Kompressionsverbindung auf der Rohrseite. Achtung – in diesem Fall suchen Sie nach einem Fitting mit außenliegendem Gewinde auf der Armaturseite. Im Sortiment stoßen Sie auf solche bei größeren Durchmessern; bei kleineren Kreisläufen eignet sich das Verbindungsstück mit Kompression 3/4" x 22.
Szenario 3: Wandanschluss mit außenliegendem Gewinde
Von der Wand ragt ein Gewindehahn mit außenliegendem Gewinde G 1/2" heraus (typischer Fall bei Renovierungen, bei denen der ursprüngliche Installateur einen Stahlhahn eingebaut hat). Sie möchten ein 15 mm Kupferrohr daran anschließen. Sie benötigen ein Fitting mit innenliegendem Gewinde G 1/2" auf einer Seite. Richtig gewählt: Gerader Übertritt 1/2" x 15, Gewinde innenliegend.
Szenario 4: Anschluss eines Ausdehnungsgefäßes
Ausdehnungsgefäße (membrangeteilt) besitzen ein außenliegendes Gewinde G 3/4" (Eingangs- und Ausgangshahn). Die Verbindung von Kupferrohren mit 22 mm Durchmesser wird durch das Verbindungsstück mit Kompression 3/4" x 22 gelöst – mit einem innenliegendem Gewinde G 3/4" an der Seite des Gefäßes.
Szenario 5: Austausch des ursprünglichen Fittings mit einem anderen Rohrdurchmesser
Der alte Leitungsverlauf bestand aus 22 mm Kupferrohren, die neue Renovierungsteil besteht aus 15 mm Rohren. Sie müssen den Durchmesser reduzieren und gleichzeitig die Gewindeverbindung beibehalten. Hier kommt eine Kombination aus Fittings und ggf. Reduziermuffen zum Einsatz – oder das Verbindungsstück mit Kompression 3/4" x 15, bei dem das 3/4"-Gewinde an die größere Armatur passt und die Kompressionsverbindung das 15 mm Rohr fixiert.
Reduktion, Nippel und andere Übergangselemente: Wenn das Grundpaar nicht ausreicht
In der Praxis kommt es vor, dass die grundlegenden Kombinationen nicht ausreichen. Das System „liefert“ Ihnen zwei Armaturen mit dem gleichen Gewinde-Typ (beide Außengewinde oder beide Innengewinde) oder Sie müssen eine Größenunterschied überwinden. Hier kommen zusätzliche Elemente zum Einsatz:
- Reduzier-Nippel (Reduzierung AG/AG): Hat auf beiden Seiten ein Außengewinde, aber unterschiedliche Dimensionen. Ermöglicht das Verbinden von zwei Armaturen mit Innengewinde unterschiedlicher Größe.
- Verlängerungsnippel (Nippel AG/AG): Außengewinde auf beiden Seiten gleicher Dimension. Verlängert das Außengewinde, wenn die Armatur nicht genügend Gewinde hat oder eingebettet ist.
- Reduziermuffe (IG/IG): Innengewinde auf beiden Seiten, unterschiedliche Dimensionen – zum Verbinden von zwei Ausgängen mit Außengewinde unterschiedlicher Größe.
- Übergang AG/IG: Auf einer Seite Außengewinde, auf der anderen Innengewinde – typischerweise dient er zur Änderung der „Geschlechtsrichtung“ des Gewindes im System.
Dies wird beispielsweise bei der Anschluss eines größeren 1"-Kreises an einen Kessel mit 3/4"-Ausgang oder umgekehrt bei der Anschluss eines Sekundärkreises über einen Verteiler genutzt. Die Kompatibilität verschiedener Elemente im System Hepworth wird in einem separaten Artikel Kompatibilität von Hepworth-Muffen mit anderen Systemen und Rohrmaterialien behandelt.
Dichtung an Gewinden: Was die Wahl beeinflusst
Ein Teil der richtigen Auswahl des Gewindes ist nicht nur der Typ (Innengewinde/Außengewinde) und die Größe, sondern auch das Wissen darüber, wie die Verbindung abgedichtet wird. Das zylindrische BSP-Gewinde (G) ist nicht von selbst dichtend – es benötigt eine zusätzliche Dichtung: Teflonband (PTFE) oder Hanf mit Paste. Das konische Gewinde (R/Rc) kann unter bestimmten Bedingungen selbst dichtend sein, in der Praxis der Heizung aber fast ausschließlich G begegnen Sie.
Falsche oder gar keine Dichtung an zylindrischem Gewinde führt fast immer zu einer Leckage. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Artikel Wie man Rohrverbindungen in der Heizung abdichtet: Teflon gegen Hanf. Bei Kompressionsverbindungen (Oliven) fügen Sie keine Dichtung hinzu – die Dichtung wird mechanisch durch die Olive gewährleistet.
Häufige Fehler bei der Auswahl des Gewindetyps und wie man sie vermeidet
Aus der Praxis weiß ich, dass sich die meisten Probleme einfach vermeiden lassen – wenn der Kunde nur wüsste, wonach er sucht. Hier sind Fehler, die ich immer wieder sehe:
- Verwechslung der Begriffe male/female, AG/IG: Der Kunde verwechselt „male“ und „female“ (aus der englischen Dokumentation) oder AG und IG. Ergebnis: Er bestellt den falschen Typ. Lösung: Stets direkt an der Armatur überprüfen – was ragt heraus oder was ist innen im Loch?
- Voraussetzung gleichen Gewindetyps bei allen Geräten: Nicht alle Kessel, Ventile und Pumpen haben den gleichen Gewindetyp. Einige Pumpen haben Innengewinde (was seltener ist), einige Ventile haben Außengewinde. Stets die technischen Daten des Geräts prüfen.
- Ignorieren der Gewindemaße: Der Kunde weiß, dass er Innengewinde braucht, aber nicht, ob 1/2" oder 3/4". Er misst den Außendurchmesser des Rohres, nicht des Gewindes. Diese beiden Zahlen unterscheiden sich – bei einem 1/2"-BSP-Gewinde misst man ca. 20,96 mm Außendurchmesser, nicht 12,7 mm (was der tatsächliche Halbpal wäre).
- Verwechslung der Normen: Verwenden eines BSP-Fittings an einem NPT-Gewinde oder umgekehrt. Die Gewinde drehen sich scheinbar, dichten aber nicht und können den Gewindeprofil beschädigen. Bei Geräten aus den USA oder einigen asiatischen Ländern die Norm prüfen.
- Versuch, zwei gleiche Gewindetypen direkt zu verbinden: Fehler, der in der oben beschriebenen Schaltung aufgeführt wird. Stets ein Zwischenstück notwendig.
Übersicht der Produkte: Die richtige Wahl für typische Situationen
Für die meisten gängigen Heizungsinstallationen in Einfamilienhäusern deckt der folgende Auswahlsituationen ab, mit denen Sie in der Praxis konfrontiert werden. Eine Zusammenfassung in Form einer praktischen Tabelle:
| Situation in der Praxis | Rohrleitung | Gewinde der Armatur | Richtige Muffe |
|---|---|---|---|
| Thermostatventil am Heizkörper | 15 mm Cu | AG G 1/2" | Muffe mit Schrumpfschlauch 1/2" x 15 |
| Nippel an der Wand (AG), Cu-Rohrleitung | 15 mm Cu | AG G 1/2" | Gerader Übergang 1/2" x 15, Gewinde innen |
| Ausdehnungsgefäß, Kesselausgang | 22 mm Cu | AG G 3/4" | Muffe mit Schrumpfschlauch 3/4" x 22 |
| Kesselnippel (AG 3/4"), Cu 22 mm | 22 mm Cu | AG G 3/4" | Gerader Übergang 3/4" x 22, Gewinde innen |
| Ventil 3/4" an Cu 15 mm Leitung | 15 mm Cu | AG G 3/4" | Muffe mit Schrumpfschlauch 3/4" x 15 |
Besondere Fälle und Ausnahmen
Geräte mit innenliegendem Gewinde an beiden Seiten
Einige Armaturen (z. B. Reduzierventile, Filter, einige Regelorgane) haben innenliegendes Gewinde an beiden Seiten. In diesem Fall benötigen Sie an beiden Anschlüssen von der Seite der Armatur Fittings mit außenliegendem Gewinde und von der Rohrseite Kompressionsmuffe. Falls solche Fittings im Grundsortiment nicht gefunden werden, ist die Kombination: Kupplung + Verlängerungssteckbolzen mit außenliegendem Gewinde eine Lösung.
Geräte mit außenliegendem Gewinde an beiden Seiten
Selten, aber vorhanden – beispielsweise einige Durchgangsbolzen durch die Wand, oder Steckbolzen. Hier benötigen Sie an beiden Enden Fittings mit innenliegendem Gewinde. Eine Durchgangsmuffe mit innenliegendem Gewinde ist in diesem Fall die richtige Wahl.
Heizkessel mit europäischem vs. britischem Anschluss
Die meisten Heizkessel, die auf dem slowakischen Markt verkauft werden, haben Anschlüsse mit außenliegendem Gewinde G 3/4" oder G 1" (britische BSP). Einige ältere Kessel tschechischer und deutscher Herkunft können metrische Gewinde M30x1,5 oder M32x1,5 haben. Die Identifizierung ist hier aufwendiger und ohne Messschieber und Vergleich der Gewindesteigung nicht möglich.
Edelstahl- und Kunststoff-Fittings
Das Prinzip von innen- und außenliegendem Gewinde gilt auch bei Edelstahl- und Kunststoffarmaturen. Allerdings können diese Materialien andere Toleranzen aufweisen und bei Kombination mit Messing-Fittings Hepworth empfehle ich immer, die Drehmomente zu überprüfen, um Schäden am Kunststoffgewinde zu vermeiden.
Montage und häufige Fehler beim Schrauben
Die richtige Identifizierung des Gewindes ist nur der erste Schritt. Auch mit dem richtigen Fitting führt eine falsche Montage zu Leckagen. Einige praktische Regeln:
- Beginnen Sie niemals mit dem Anziehen ohne Dichtung am Rundgewinde (G). Die PTFE-Band wird im Uhrzeigersinn, also in Schraubrichtung, in 2–3 Schichten aufgewickelt.
- Überdrehen Sie das Gewinde nicht – bei Widerstand abbrechen und maximal um 1–2 Gewindegänge weiterdrehen. Ein überdrehtes Messinggewinde ist zerstört.
- Bei der Kompressionsmuffe (O-Ring) das Fitting-Gehäuse mit einem Schlüssel gegenhalten – nicht nur die Mutter. Ohne Gegenhalt dreht sich das Gehäuse und kann den O-Ring oder die Rohrverbindung beschädigen.
- Beim Anziehen nach Druckprüfung (Servicekontrolle nach der Heizperiode oder nach der Renovierung) nicht überdrehen – mehr dazu im Artikel Prüfung und Anziehen von Kompressionsverbindungen bei jährlicher Servicekontrolle der Heizung.
Den vollständigen Montageablauf finden Sie im Artikel Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Montage einer Kupplung mit Kompressionsmuffe an Kupferrohren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie erkenne ich, ob die Armatur BSP oder metrisches Gewinde hat?
Der verlässlichste Weg ist das Messen der Gewindesteigung mit einer Gewindeschablone oder einem Messschieber und das Vergleichen mit einer Tabelle. BSP 1/2" hat eine Steigung von 1,814 mm (14 Gewinde pro Zoll), BSP 3/4" ebenfalls 1,814 mm. Das metrische Gewinde M22 hat eine Steigung von 1,5 mm. Wenn die Steigung nicht mit den BSP-Werten übereinstimmt, handelt es sich vermutlich um ein metrisches oder NPT-Gewinde. Bei Zweifeln vor der Bestellung beraten lassen.
Kann ich eine Durchgangsmuffe mit innenliegendem Gewinde anstelle einer Kupplung mit Kompressionsmuffe verwenden?
Das hängt von der Konfiguration ab. Beide Fittings haben eine Kompressionsmuffe für das Rohr und eine Gewindeverbindung für die Armatur. Der Unterschied besteht darin, dass die Durchgangsmuffe hauptsächlich zum Anschluss des Rohres an eine Armatur mit außenliegendem Gewinde dient, während die Kupplung mit Kompressionsmuffe verschiedene Kombinationen haben kann. Bei gleichen Maßen und Gewindetypen sind sie in vielen Fällen austauschbar – überprüfen Sie die konkreten Produktmerkmale.
Warum tropft die Verbindung, obwohl ich den richtigen Fitting verwende?
Häufigste Ursachen: unzureichende oder falsch aufgebrachte Dichtung (PTFE-Band in falscher Richtung aufgewickelt oder fehlend), zu kleine O-Ring-Größe bei der Kompressionsverbindung, beschädigtes Gewinde oder ungenügendes Anziehen. Den detaillierten Troubleshooting-Plan finden Sie im Artikel Warum tropft die Kupplung mit Kompressionsmuffe und wie man das behebt.
Ist ein Unterschied zwischen G 1/2" und R 1/2" Gewinde?
Ja. G bezeichnet ein zylindrisches BSP-Gewinde – dieses dichtet nicht von selbst ab und benötigt eine Dichtung (PTFE, Hanf). R bezeichnet ein konisches BSP-Gewinde (außenliegend) und Rc ein innenliegendes konisches – diese können unter bestimmten Bedingungen ohne zusätzlichen Material dichten, in der Praxis der Heizung wird aber auch hier eine Dichtung hinzugefügt. Für Systeme HEPWORTH ist Standard G (zylindrisch). Beim Anschluss eines Geräts mit R-Gewinde an eine G-Mutter seien Sie vorsichtig – es kann vorkommen, dass die Verbindung sich drehen lässt, aber die Verbindung undicht oder mechanisch instabil ist.
Können Hepworth-Kupplungen an Stahl- oder Kunststoffrohren verwendet werden?
Kupplungen mit Kompressionsmuffe im System HEPWORTH sind primär für Kupfer- und andere Metallrohre konzipiert. Für Kunststoffrohre (PEX, MLCP) sind spezielle Fittings mit anderen O-Ringen und Drehmomentbereichen vorgesehen. Die Kombination ohne Überprüfung der Kompatibilität kann zu Leckagen oder mechanischen Schäden führen. Mehr dazu im Artikel Kompatibilität der Hepworth-Kupplungen mit anderen Systemen und Rohrmaterialien.
Was, wenn ich den Gewindetyp nicht bestimmen kann, auch nach visueller Kontrolle?
Fotografieren Sie die Armatur aus verschiedenen Winkeln, einschließlich axialer Sicht (von oben/unten in das Loch), legen Sie ein Lineal an für die Maßangabe und konsultieren Sie den Händler. Alternativ können Sie die Armatur (sofern sicher und das System abgeschaltet ist) abmontieren und physisch in die Filiale bringen. Ein erfahrener Techniker bestimmt das Gewinde zuverlässig ohne Messung – einfach nach dem Aussehen und dem Tastgefühl.
Fazit: Das Gewinde ist kein Detail
Die Wahl des richtigen Gewindetyps – innen- oder außenliegend – ist eine der Maßnahmen, bei der ein kleiner Fehler zu einem großen Problem führt: falscher Fitting, zerlegte Leitungen, erneuter Kauf. Die gute Nachricht ist, dass Sie, wenn Sie das Grundprinzip verstanden haben (AG in IG, nie andersherum), die überwältigende Mehrheit der Situationen bewältigen können, die bei der Installation der Heizung auftreten.
Überprüfen Sie immer vor dem Kauf: Gewindetyp an der Armatur (AG oder IG), Nenngröße in Zoll (1/2", 3/4", 1"...) und Rohrdurchmesser (15 mm, 22 mm...). Mit diesen drei Informationen finden Sie den richtigen Fitting in der Kategorie Kupplungen mit Kompressionsmuffe ohne Probleme. Wenn Sie die Auswahl tiefer verstehen möchten, empfehle ich Ihnen den Artikel Wie man die richtige Kupplung mit Kompressionsmuffe für die Heizung wählt, in dem alle Parameter detailliert erläutert werden.
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